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Ein Beitrag von T. Seegert
 
Rappin. (RO) Auf dem Rücken der Pferde können Urlauber und Rüganer die Insel neu für sich entdecken: Alles ist ganz anders. Das ergibt sich nicht nur aus der Perspektive – man sitzt ja auf einem Pferd. Auch der Blickwinkel ist ein anderer. Abseits von den Hauptstrassen erschließt sich ein weit verzweigtes Reit- und Fahrwegenetz.
Vieles hat sich verändert. Während die Großeltern noch mit Pferd und Pflug den Acker bearbeiteten oder zum Tanz mit einer Kutsche in die Kreisstadt Bergen fuhren – ist heute das Auto unser ständiger Begleiter. Die Welt ist schneller geworden. Zufriedener ist sie sicher nicht. Etwas fehlt. Vielleicht das Pferd? Wer sich auf einen der vielen Rügener Reiterhöfe begibt, erkennt schnell, daß es längst wieder auf dem Vormarsch ist. Nicht im Alltag, sondern im Freizeitbereich. Denn heute können sich auch Normalverdiener Reitstunden leisten.
Ausritt am Strand (Foto: Steffen Waak)
Und so drängen immer mehr Späteinsteiger in die Reitschulen. Der durchschnittliche Anfänger ist oft etwa um die 30, wünscht wenig  Theorie, wenig Kringel reiten und möglichst bald den Ausritt ins Gelände. Die Ursache ist schnell zu erklären: Historien-, Mantel- und Degenfilme zeigen ja ein eher romantisiertes Bild. Und alles sieht so leicht und elegant aus. Was liegt da also näher als aufs Pferd zu steigen und durch die traumschöne Landschaft oder an den Stränden der Insel  Rügen entlang zu galoppieren? Doch so einfach ist es eben nicht. Wer das erste Mal mit Mitte 30 auf ein Pferd steigt, weiß, wovon die Rede ist. Plötzlich sitzt man also in luftiger Höhe, ist nervös – was völlig normal ist – und der gerade eingenommene Sitzplatz beginnt auch noch zu schwanken. Dabei befindet man sich erst im Schritt. Doch keine Angst, jeder der heute Reiten kann, kennt diesen Anfang. Und die Reitlehrer auf Rügen wissen natürlich, dass dieses mulmige Anfangsgefühl letztlich nach wenigen Stunden weicht. Der Spaß am reiten beginnt. Aber die Erkenntnis ist: Ich sitze auf einem lebendigen Wesen. Und: Von diesem kann ich jede Menge lernen...
"Reiten ist Selbstfindung..." (Foto: Steffen Waak)
Während wir uns über Vergangenes zergrübeln, lebt das Pferd, unter uns, in der Gegenwart. Es handelt instinktiv. Das Pferd kennt die Tageszeit – auch ohne Uhr. Das konnten wir Menschen auch einmal, aber der „Fortschritt“ und die Technik haben uns abhängig gemacht und verändert. Also beginnen wir wieder in der Gegenwart. Das heißt die rechtzeitige Wahrnehmung unserer Umwelt und die entsprechende Reaktion, denn unser Pferd erwartet eine klare Führung. Auch etwas, was uns im Alltag wegen fauler Kompromisse verloren gegangen ist. Schon bald wird klar: Reiten ist Selbstfindung. Man erkundet nicht nur die Insel, sondern auch sich selbst. Ich erkenne meine Schwächen und benötige auf dieser  Reise das absolute Vertrauen zu meinem Pferd. Carolyn Resnick, die Autorin von die „Tochter des Mustangs“, drückt das - einfach aber verständlich – so aus: „Wir arbeiten mit dem Pferd so, wie mit einem kleinen Kind: respektvoll, mit Humor und mit Klarheit. Anfangs liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass sich eine Bindung entwickelt. Ich entwickle eine Gemeinschaft.“ Denn auch das sollte ich wissen: Pferde sind gesellige Tiere. Ein Grund, warum sie bei einer Einzelhaltung schnell Langeweile und Untugenden entwickeln. Tja, und dann ist da etwas... Also jeder kennt den Film „Der Pferdeflüsterer“. Und auch das gibt es. Das mag unverständlich klingen, aber man sollte sich regelmäßig mit Pferden unterhalten. Das fördert den Kontakt und man wird bereits an der Stimme erkannt.
 
Ausritt bei "Wanderreiten auf Rügen" (Foto: Steffen Waak)
Doch zurück zum Reiten. Was sollte der zukünftige Reitanfänger mitbringen? Neben der zuvor beschriebenen Einsicht für seinen tierischen Freund und Partner  sollte er über ein wenig Balance und Koordination verfügen. Das findet man schnell selbst heraus. Stellen sie sich einfach 20 Sekunden auf ein Bein (Ein-Bein-Stehtest). Wenn es damit noch nicht klappt, bleibt ja immer noch eine Kutschfahrt. Und auch die sind auf Rügen nicht ohne Reiz. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Fahrt um den „Tetzitzer See“ oder am Rügischen Bodden entlang?              
Übrigens, wenn auch ihr Kind einmal reiten möchte, dann gibt es im Alter zwischen vier und acht Jahren die Möglichkeit einer spielerischen Annäherung an das Pferd. Dazu können Schnupper-kurse beitragen, wo der Nachwuchs einen Einblick in die Pflege, Fütterung und den Umgang mit Pferden erhält. So lässt sich auch für die „kleinen Piraten“ und „Draufgänger“ schnell erkennen, daß Pferde kein Spielzeug sind und als eigenständiges Wesen respektiert werden wollen. Interessant: Kinder die von Beginn an auf Pferden Reiten lernen, verfügen über ein besseres Körpergefühl, Sitz und Balance.
Na, sind Sie nun auch schon aufs Pferd gekommen?  Dann schauen Sie doch mal bei einem der Reiterhöfe unserer Insel vorbei. Vielfach können Sie vor Ort auch gleich eine Unterkunft buchen.
 
(Beitrag für das Urlaubermagazin "á la carte")
 
Im Gespräch mit Falk von Wangelin
Ralswiek. (RO) Tausende strömen all abendlich wieder zu den Störtebeker-Festspielen nach Ralswiek. „á la carte“ sprach mit Falk v. Wangelin - einem Urgestein in Sachen Störtebeker – über Störtebeker in Ralswiek, die Festspiele und das Bühnenbild...  
Der Schöpfer der Kulisse: Falk v. Wangelin
Herr v. Wangelin, was verbinden Sie mit Ralswiek?
F. v. Wangelin: Eine lange Periode von Arbeit, die ich hier verbracht habe. Also im künstlerischen Arbeitsabschnitt ist Ralswiek ein ganz wichtiger Punkt.
Wann hat diese Phase begonnen?
F. v. Wangelin: Diese Phase hat damit begonnen, daß ich 1980 / 1981 damals hier Störtebeker in der Fassung von Kuba (gemeint ist Kurt Barthel (1914-1967) Chefdramaturg am „Volkstheater Rostock“) - Anm. von „à la carte“) mit Perten (gemeint ist der Regisseur Hanns Anselm Perten (1917-1985) – Anm. von „á la carte“) zusammen gemacht habe. Das heißt, wir haben sozusagen den Platz damals wieder neu gebaut und ich habe zum ersten Mal also die Gesamtausstattung gehabt: Das ging von Schiffen, über Kostüme und Masken – bis zum Gesamtprojekt... Und wir hatten damals den interessanten Zustand, daß wir im Theater selber einen vollen Spielplan hatten, also wir haben das ganze Jahr produziert – Oper und Operette, was man eben als Stadttheater so machen muß – und diese Störtebeker-Geschichte lief nebenbei (!). Und bei der Dimension, die wir heute ja noch erkennen können, können Sie sich vorstellen, daß dies eine sehr komplizierte Arbeit war. Ich will nicht davon sprechen, wie schwierig es damals war Material zu besorgen. Aber es gab – für mich in der Erinnerung - eine interessante Begegnung: Das waren in Lanken – hier oben in Sassnitz... – da gab es eine Brigade im Forst und die haben die Kulissen gebaut... Die haben sonst trigonometrische Punkte,  Hochstände und ähnliches gebaut – aber Kulisse, das kannten Sie gar nicht. Ich war damals vierzehn Tage dort oben und hab den sozusagen Kulissenbau beigebracht. Und es war total spannend, weil das alles Zimmerleute waren. Und die kamen vom Holz und die hatten unglaublich viel Verständnis für Statik. Die wussten, wo hier so der Wind weht und wie dick man das machen muß, wo wir vom Theater ja immer gewohnt sind leicht zu bauen, damit man das schnell verwandeln kann... Und diese Leute waren unglaublich. – Für mich also eine Riesen-Erfahrung  Ich glaube das war so ein bisschen gegenseitig. Die haben mit einmal Theater geliebt ohne Ende und waren sehr stolz, was sie am Ende dann geleistet haben und das beruhte sehr auf Gegenseitigkeit. Ich mochte die Leute sehr leiden.
Perspektivwechsel (Foto: Katja Dinse)
Das war ja 1980/81. Warum haben damals die „Rügen-Festspiele“ aufgehört?
F. v. Wangelin:
...Damals war ja diese Ölkrise und es wurde in Mukran (der Fährhafen) gebaut. Und für Störtebeker haben ja die Bäckereien der Insel ihre Brötchen und Semmeln gemacht, die Fleischer ihre Bockwürste und die Bratwürste – also die Insel hat ja für diese vielen Zuschauer, die jeden Abend damals hier auftauchten, die Versorgung gewährleisten müssen. Und da haben die gearbeitet und man kann nur an einer Stelle diese herstellen. Und da Mukran war, mit einer Riesenanforderung an Personal... und im Zusammenhang, daß die Busse, die als Zubringer des Publikums nicht mehr zur Verfügung standen – war das erst mal auf Eis gelegt. Wir hätten das in der Tat weiter gespielt und hatten damals auch Projekte wie  „Faust in Ralswiek“ in der Schublade – Wir hatten also eine Idee – den Faust 1 und 2 in einer kompletten - sehr verknappten - Fassung auf die Freilichtbühne bringen...
Wie hat ihr weg dann nach der Wende wieder nach Ralswiek geführt?
F. v. Wangelin: Nach der Wende: Da gab es also viele Unternehmungen, die davon gehört haben, daß hier mal so etwas war und die sich dafür interessierten. Und es gab nicht so sehr viele Leute, die sehr gut Auskunft geben konnten, über das, was damals hier gewesen ist. Und ich war Einer der Wenigen, der dazu gehörte und bin dann nach verschiedenen Interessenten, die sich hier für diesen Platz hier stark gemacht haben, dann bei der Unternehmung mit Herrn Hick dabei geblieben.
Nach den „Rügen-Festspielen“ kamen nun also die „Störtebeker-Festspiele“. Diese sind nun schon seit 15 Jahren sehr erfolgreich. Wie würden sie diese im Rückblick betrachten?
F. v. Wangelin: Zu Anfang stand das immer in Erinnerung mit dem alten Störtebeker. Und selbst die Rüganer haben dann gesagt, daß man das so nicht wiederholen kann. ...Da war auch ein Teil von Ablehnung. Die Startzeit, die Herr Hick hier durchgestanden hat, war sicher sehr schwer. Aber der Ansatzpunkt ist einfach zu haben diesen unglaublichen Ort. Das ist ein besonderer Ort auf der Insel – diese Lage am Bodden – nicht gestört zu sein von irgendwelchen Straßen... Absperrungen müssen passieren und Leute können nachts nicht schlafen, weil geschossen wird... Also dieser Ort ist ein Besonderer. Und die Entscheidung von Herrn Hick – sich zu diesem Ort zu bekennen – ist natürlich sehr klug gewesen, aber es gehört auch unglaublich viel Kraft, Wissen und Durchsetzungsvermögen von dem Vorhaben im Kopf – eine solche Idee zu machen... – das ist ein Wahnsinnsweg... Das es dann auch wirklich wird. Jetzt, wo über Jahre die Unternehmung - Jahr für Jahr erfolgreicher läuft - gibt es viele Stimmen: „Ja, das ist ja ganz einfach auf Rügen – das zu machen.“ Aber man darf nicht vergessen, daß der Anfang sehr schwer und sehr hart und auch wirtschaftlich sehr eng war. Es hätte auch anders kommen können...
Also, wir sind dem Publikum dankbar, das es so die Treue hält. Wir haben ja auch Besucher, die ständig kommen – das geht ja über Generationen... Es gibt eine große Breite an Publikum, die jedes Jahr hierher kommen um neue Geschichten um Störtebeker zu sehen.
Woraus schöpfen Sie die Kraft für ihre künstlerische Arbeit? Es ist ja eine Wahnsinns-Kulisse – sagen selbst Leute vom Fach...  mit sehr authentischer Wirkung...
F. v. Wangelin: Das ist erst einmal der Beruf. Man hat das ja über Jahre gemacht. Und nun langsam muß man es ja können. Also wird einem immer wieder etwas Neues einfallen – es muß aber einen Realitätsgrad haben – einen Echtheitsgrad. Das Publikum weiß, wie Backstein aussieht. Die kommen von Stralsund oder fahren dort durch – also einer Stralsundischen Stadtmauer müssen wir Genüge tun und standhalten – vom ästhetischen Anspruch her. Außerdem muß man bei so einer Freilichtbühne – es ist ja anders als im Guckkasten-Theater – man schaut so um die Ecken herum... Alles muß plastisch sein. Im Theater denkt man flacher und die Räumlichkeit erzeugt man durch Licht und Bewegung – Hier steht der Bau dagegen den gesamten Abend über und es gibt ein Proportionsproblem, was einen echten Schwierigkeitsgrad darstellt, denn alles ist bei uns kleiner und kennt nur ein konkurrierendes Maß - den Menschen.
Steht denn eigentlich schon die Kulisse für das nächste Jahr?
F. v. Wangelin: In den ersten Wochen nach der Premiere wird überlegt, was denn nächstes Jahr ein Spielort sein könnte. Ob Stockholm kommt... oder geht Störtebeker schon wieder mal ins Ausland - wir hatten ja schon mal Nowgorod, wir hatten London und Spanien gehabt – also das wird wohl sicher kommen und dieser Zyklus ist ja auf sechs Jahre angelegt und da muß Herr Hick – der ja wohl schon am weitesten gedacht hat – wird dann wohl sagen: „Naja wir könnten folgenden Ort haben...“ Und, also ich brauche nur die Adresse der Orte und dann werden von mir Vorschläge entwickelt, wie der Ort beschaffen sein könnte oder welche dramatische Konstellation könnte sich an diesem Ort entwickeln. Das bedeutet, daß wenn wir mit der Saison zu Ende sind, liegen die Entwürfe für das nächste Jahr vor, denn die Kollegen von der Technik fangen dann im September an abzureißen und vorzubereiten, denn wir bauen ja über den Winter hinweg, so daß zu Mai 2008 die neue Kulisse steht.
Was würden Sie sich wünschen für die Störtebeker-Festspiele?
F. v. Wangelin: Immer so ein treues Publikum. Das die Leute kommen und das sie artikulieren, daß es ihnen gefällt. Das merkt man am Applaus. Und sicher.. Ich glaube wir haben Ideen noch für Jahre , da ist noch einiges drin. Es gibt nichts schöneres als eine künstlerische Arbeit, wenn sie ein Echo findet, wenn sie angenommen wird, wenn sie akzeptiert wird und wenn sie weiter getragen wird.
Dann danken wir für das Gespräch und wünschen den Störtebeker-Festspielen weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.    

(Interview v. T. Seegert für das Urlaubermagazin "á la carte")

Im Gespräch mit Thorsten Kohlschmidt

Binz. (RO) Morgens am Binzer Strand: Wir haben uns mit dem Sporttrainer Thorsten Kohlschmidt vom Hotel „meerSinn“ zum Nordic Walking verabredet, um dabei über Bewegung, Sport im Urlaub und die Rückkehr in den Alltag zu sprechen...    

Herr Kohlschmidt, warum sollte man Sport treiben und sich bewegen?
Th. Kohlschmidt: Bewegung ist Leben und alle Lebensvorgänge sind an Bewegung gekoppelt: Das Herzkreislaufsystem, die Atmung, die Verdauung, der Wasserhaushalt und alle Stoffwechselvorgänge werden durch Bewegung geregelt werden. Darum ist es enorm wichtig sich zu bewegen und so diese Lebensvorgänge fit zu halten.
Wer treibt denn eigentlich Sport im Urlaub?
Th. Kohlschmidt: Viele Gäste. – Glücklicherweise. Immer mehr Menschen denken daran, dass die Urlaubszeit auch die Zeit ist, wo man sich aktiv fit halten und seine Leistungsfähigkeit verbessern kann. Und das ist ja dann wieder im Alltag für den Beruf notwendig. So werden viele Gäste im Urlaub auf Rügen auch sportlich aktiv. 
Nordic-Walking - Sport im Urlaub
Mit welchen Erwartungen kommt denn dieser sportlich aktive Gast nach Rügen?
Th. Kohlschmidt: Ich glaube, dass der Gast seine Leistungsfähigkeit, sein Wohlbefinden steigern und seine Gesundheit  erhalten oder verbessern will. Die Insel Rügen bietet mit ihren wunderbaren Stränden, der Ostsee vor der Nase und einer herrlichen Natur die optimale Ergänzung zum Sport. 
Außerdem kann man auf Rügen den Sport speziell mit Kuren koppeln. Bei einer Zielrichtung auf  Entgiftung und Entschlackung wird diese durch die Bewegung zusätzlich unterstützt. Ich mache mit den Gästen dazu Morgengymnastik, Kräftigungsübungen und Nordic Walking am Strand. Daneben kann man aber auch freie Angebote - wie Rückentraining, Yoga oder Entspannungsprogramme - nutzen. Und – auch das ist möglich – hier können Gäste auch im sportwissenschaftlichen Einzeltraining betreut werden. Die individuellen Zielstellungen können z.B. die Herzkreislauf-Aktivierung, die sportliche Beratung, die Trainingsplanerstellung oder Entspannungsprogramme sein, die dann auch über den Urlaub hinaus für den Alltag maßgebend sind.
Das heißt, auf Rügen wird dem Gast auch etwas für die Zeit danach angeboten...
Th. Kohlschmidt: Genau. Bei dieser Form des Urlaubs ist die Hauptzielstellung Anregung und Tipps zu geben. Diese kann man dann auch individuell im Alltag verwerten, denn die Zeit auf der Insel reicht bei weitem nicht aus, um den Körper auf das Optimum zu bringen, das notwendig ist, um den Alltagsanforderungen gerecht zu werden. Ziel des sportlich aktiven Gastes ist es ständig und regelmäßig etwas für seine Gesundheit und Fitness zu tun. 
Welche Übung könnten sie denn unseren Lesern für den Alltag empfehlen?
Th. Kohlschmidt: Ich empfehle zum Stressabbau immer ein moderates Ausdauertraining. Dafür sollte man zwei bis dreimal in der Woche eine halbe Stunde vorsehen. Ansonsten kann man natürlich gegen Büroverspannung, schlechte Haltung und damit verbundene Beschwerden Dehnungsübungen, Stretching, Lockerungs- und Kräftigungsübungen empfehlen. Dafür benötigt man etwa zehn bis fünfzehn Minuten...
Kann denn auch schon ein Spaziergang am Strand etwas bewirken...?
Th. Kohlschmidt: Das ist der erste Schritt. Die begonnene und gezielte Bewegung kann dann moderat gesteigert werden - ohne jedoch zu übertreiben. Die Anstrengung sollte aber fühlbar sein. 
Und was mache ich, wenn ich morgen vom Training einen Muskelkater habe?
Th. Kohlschmidt: In jedem Falle eine Pause einlegen. Die Muskeln sind dann mit viel Wärme zu versorgen. Man sollte sich aber nicht massieren lassen, denn ein Muskelkater ist eine Muskelverletzung. Die muss erst einmal ausheilen, damit der Muskel sich in den neuen Strukturen wieder aufbauen kann. Erst dann sollte man das intensive Training fortsetzen.
Dann danken wir für diese ersten bewegten Schritte... 
Th. Kohlschmidt: Gerne.