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Von der Kälte in die Hitze... (Foto: Jasmund Therme, Neddesitz)
Neddesitz. (RO) Der Winter wird heiß - auch in der Jasmund-Therme vom Steigenberger in Neddesitz. Klirrende Kälte, Temperaturen um den Gefrierpunkt. Vielleicht ist gerade darum der Winter die schönste Jahreszeit für einen Saunabesuch: 8 bis 15 Minuten abschwitzen bei 80 bis 100 Grad Celsius, dann an die frische Luft und einatmen. Eine kalte Dusche und später gut eingemummt im Ruheraum. – Entspannung pur! Man fühlt sich gut, härtet sich ab und regt den Kreislauf an. Die Finnen meinen sogar: „Die Frauen sind am schönsten nach der Sauna.“ Recht haben sie sicher. Aber deutsche Frauen würden schon staunen, wenn man sie, wie in Finnland, mit einem Birkenzweig („Vasta“) „abschlagen“ würde. Natürlich dient alles der Blutzirkulation. Doch würden sie es uns glauben? Die Russinnen schon. Denn auch in ihrer „Banja“ ist dies eine alte Tradition...     
 
Isaberg - ein Winterurlaub in Südschweden (Foto: isaberg.com)
Småland. (RO) Eigentlich könnte man diesen Winter mal wieder in die Berge fahren. Doch warum immer in die Alpen, ins Riesengebirge oder die Kaparten? Südschweden bietet eine dazu eine echte Alternative: Den Isaberg.
Die Abfahrten am Isaberg (Grafik: isaberg.com)
Natürlich erobert man Südschweden am Besten mit einem Entdecker-Ticket: An einem Tag geht es mit Scandlines von Sassnitz nach Trelleborg und wieder zurück. Nur was ist schon ein Tag? Besser plant man gleich mit einer Woche – erst recht wenn es einen ins SmÃ¥land auf den Isaberg zieht. Nur 3 Autostunden von Trelleborg entfernt, ist der Isaberg unter deutschen Urlaubern noch ein echter Geheim-Tipp! Begonnen hat die Entwicklung des Fremdenverkehrs um den Isaberg allerdings relativ früh: 1914 eröffnete bereits ein Pensionat und fünf Jahre später wurde einen Aussichtsturm errichtet, von dem man weit in das Land schauen kann. Dennoch kommen die meisten Besucher heute um die Hänge wieder herunterzufahren. 


Mit dem Snowboard geht ´s abwärts... (Foto: isaberg.com)
 Von Slalom-Pisten bis zu Kinder-Abfahrten ist hier von Mitte Dezember bis Ende März für jedes fahrerische Können eine entsprechende Herausforderung zu finden. Dabei ist es egal, ob man mit dem Abfahrtsski oder dem Snowboard unterwegs ist. Das auch der Anspruch nicht zu kurz kommt beweist die Tatsache, dass hier 2004 sogar die Alpine Schwedische Meisterschaften (!) ausgerichtet wurden. Ständig bemüht um Schneesicherheit scheute sich die „Stiftung Isabergsgipfel“ auch nicht, diese dank vollautomatischer Schneekanonen zu garantieren. Ihr gehört der Isarberg und das gesamte Gelände rund um den Gipfel. Außerdem betreibt sie auch die Skianlagen und ein Hüttendorf, welches sich am Fuße der Erhebung befindet. Die Quartiere sind für bis zu acht Personen geeignet. Zu den Gästen zählen aber neben den Schweden, überwiegend Dänen. 
Rast an einem bewegten Wintertag... (Foto: isaberg.com)
Noch eine Anmerkung...
Für die deutschen Besucher ist vor allem die familienfreundliche Ausrichtung ein Grund für den Besuch. Neben einem fantastischen Winter-Spielplatz, gibt es richtig schöne Rodelberge und eine Fläche zum Schlittschuhlaufen. Und wer mit seinen Kindern schon immer mal Eisangeln wollte, der kann hier Aborre und Jädda fangen. Übrigens, auch Langlauf-Freunde kommen auf ihre Kosten: Etwa 20 km lang ziehen sich gespurte Loipen durch die smaländische Waldlandschaft.
Und auch dieser Besuch lohnt sich: Wer am Isaberg ein typisch schwedisches Gasthaus besuchen will, dem empfiehlt sich „Hestravikens Wärdshus“. Seit 1900 ist das Hotel eine beliebte Adresse. Liebevoll eingerichtet, kann man sich hier mit einem Blick auf den Algustorpsee von einer exelente und regionalen Küche verwöhnen lassen. Sie gilt als eine der besten in Schweden. Dabei lässt sich das durch die Familie Hellström geführte Haus regelmäßig etwas Besonderes einfallen: So gab es im vergangenen Herbst das Gänseessen und im Dezember gibt es wieder das Traditionelle „Julbord“ (Weihnachtsessen). Das lockt sogar die Stockholmer zu Wochenendausflügen an. Aber vielleicht ist es ja auch der gute Weinkeller? 

Mehr Infos: www.hestraviken.se
 
Im Gespräch mit Maja Walther
 
Samtens. (RO) 1991 als „Pferdeboutique" eröffnet, wurde das Fachgeschäft von Maja Walther schnell zu einer von zwei guten Adressen für Roß und Reiter auf Rügen. Wir sprachen mit der Inhaberin über ihr Unternehmen.
 
Maja Walther im Interview
Maja, seit wann gibt es Deine Pferdeboutique und wie kam es zu Ihrer Entstehung?
Maja: Begonnen hat alles am 2.1.1991 – und die Idee? Ich bin eigentlich mit Pferden aufgewachsen, reite seit dem 6. Lebensjahr und habe schon immer ´was mit Pferden zu tun gehabt - als Argrariningenieur für Pferdezucht und Sport, aktive Turnierreiterin und FN-Fachberaterin für Ausrüstung. Auch für mich stand ja nach der Wende die Frage, wie es weiter gehen soll. Und der Bedarf an Pferdeausrüstung war vorhanden. Also fing ich damals mit fast nichts an.
Wie sieht Deine Angebotspalette heute aus? Was gibt es alles?
Maja: Alles für Roß und Reiter: Also vom Hufkratzer bis zum Markensattel und in allen Preisklassen. Auch Stallbedarf, Futtermittel oder die Reinigung von Pferdedecken werden nachgefragt... Und natürlich die gesamte Palette für Freizeitreiter oder ambitionierte Turnierreiter.
Wer kauft bei Dir ein?
Maja: Meine Kunden sind vor allem Einheimische, daneben natürlich Urlauber und von diesen Stammurlauber, die jedes Jahr auf der Insel sind. Kurzum: Jeder der ein Pferd hat oder mit ihnen arbeitet – Reiter, Züchter, Fahrer, Pferdeliebhaber – aber auch Leute, die gar nichts damit zu tun haben...
Wie kann man das verstehen?
Maja: Nun die kaufen die Pferdesalbe – die Salbe mit dem roten Deckel – gegen Gelenkschmerzen.
Was wird denn am Meisten nachgefragt?
Maja: Die Ausrüstung von Pferd und Reiter. Reithosen, Reitstiefel und Putzzeug... Wobei ich persönlich Reithosen am Liebsten verkaufe, weil ich da über ein sehr großes Sortiment verfüge.
Nun rückt Weihnachten immer näher – was empfiehlst Du, wenn man einen Reiter oder eine Reiterin beschenken will?
Maja: Mit einem Geschenkgutschein liegt man eigentlich immer richtig. Unsere Kunden  kaufen aber auch praktische Sachen, wie Reitgerten, Helme, Hosen oder Trensen fürs Pferd. Kindern kann man mit Spielzeugpferden - die gerne gesammelt werden - oder Büchern eine Freude machen.
Wie zufrieden bist Du mit der zurückliegenden Saison und was wünscht Du Dir für die Zukunft?
Maja: Ich bin eigentlich zufrieden, denn es wird wieder verstärkt gekauft. Das schlechte Strandwetter hatte dieses Jahr auch manchen Neukunden gebracht. Es wäre schön, wenn die gute Kaufstimmung uns auch für 2008 erhalten bleibt.