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Pansevitz. (RO) Wer nach den Regeln der Gartenkunst gestaltete Grünflächen auf der Insel sucht, findet sie vor allem an ehemaligen Guts- und Herrenhäusern der Insel. Wir stellen Sie Ihnen vor. 

Die alte Ruine des Gutshauses
Der Gutspark in Pansevitz gilt heute als einer der wertvollsten Parkanlagen der Insel. Er befindet sich nördlich und östlich des ehemaligen Gutshauses und ist mit seinen etwa 16 ha zu einem beliebten ganzjährigen Ausflugsziel geworden.
Wenn man alten Überlieferungen Glauben schenken kann, war der von Bäumen eingefasste quadratisch Teil der alte Park. Bedingt durch die starre Einteilung in Karrees kann man von einer Anlegung im 17. Jahrhundert ausgehen. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden außerdem die beiden prägenden Alleen – in Verlängerung der Hauptachsen - mit ihren etwa 250-jährigen Linden bepflanzt, die zu Beginn des 20. Jahrhundert zum Teil nachgepflanzt wurden. Sie geben dem Park seinen klaren Charakter und werden durch dendrologische Besonderheiten und die Teiche ergänzt.

Der Blick von oben ermöglicht auch...
 Bedingt durch die Grundwasserabsenkung und die nach dem Kriege fehlende Pflege und Unterhaltung hatte der Park zunächst sein Gesicht stark verändert. So verschilften u.a. der „Schwanenteich“ und der „Wundersee mit Liebesinsel“. Erst nach dem politischen Umbruch 1989/90 boten sich auch hier wieder die Möglichkeiten der aktiven Gestaltung im Sinne einer Sanierung. Dazu kaufte die Familie Knyphausen den Park von der BVVG zurück und übergab sie dem Verband Insula Rugia e.V. mit der Verpflichtung zur Erhaltung und nachhaltigen Entwicklung. Damit verbunden war die öffentliche Zugänglichkeit. Begonnen wurde mit der Entbuschung des weitgehend zugewachsenen Parks und mit der Entschlammung der vier Teiche, die nun auch wieder das Wasser führen konnten. Ihre Dimensionierung entspricht dem Ursprung Ausmaß. Welcher Aufwand mit der Wiederherstellung verbunden war, lässt sich erahnen, wenn dabei von einem Schlammgemisch von etwa 14.000 Kubikmetern die Rede ist. Die durch Stammfäule, Wipfeldürre und Windbruch abgängigen Linden konnten zwischenzeitlich durch Neupflanzungen ersetzt werden. Außerdem wurde der Wildwuchs gerodet, so dass auch Einzelbäume und Baumgruppen wieder sichtbar sind. Auch die Pflanzung von Einzelgehölzen wurden dank privater Sponsoren in den letzten Jahren möglich.
...einen Blick in den Park 
Heute ist der Park- und Gartenlandschaft von Pansevitz, die durch den Friedwald erhalten wird, wieder zu einem besonderen Ort auf Westrügen geworden. Einen weiten Blick ermöglicht zudem ein öffentlich zugängliches Türmchen innerhalb der gesicherten Ruine des Herrenhauses. Ein Ausflug lohnt!
...mit seinem Friedwald

Blick vom Verwaltungsgebäude
Lauterbach. (RO) Im Süden der Insel liegt Lauterbach. Der Flecken zwischen der Goor und Neuendorf schien einst ideal für die Errichtung eines Badehauses. 1818 wurde das „Friedrich-Wilhelm-Bad“ für das nahegelegene Putbus, das als erstes Seebad der Insel Rügen gilt, fertiggestellt. Die eigentliche Bebauung der heutigen Ortslage verbindet sich allerdings mit dem Bau eines Landungsstegs. 1840 fand Lauterbach erstmalig Erwähnung. Die Neusiedlung bestand damals aus 7 Häusern. Der Papiermühle und dem Badehaus waren aber nur mäßiger Erfolg beschieden. Für wirtschaftliche Belebung sorgten stattdessen der Handel und Bootsbau, die Fischerei und Fischverarbeitung. Heute ist der Hafen Lauterbach ein touristischer Anziehungspunkt für Gäste der ehemaligen Residenzstadt Putbus.

Auch bei Seglern erfreut sich der Hafen am Greifswalder Bodden großer Beliebtheit. Die Ansteuerung ist jederzeit möglich. Gastlieger sind willkommen und finden hier etwa 300 Liegeplätze vor - Yachten bis 35 m können anlegen. Festmachen kann man im Stadthafen (1) an den Brücken mit Heckpfählen im Nordostteil (Wassertiefe 2,5 m) oder im neuen Yachthafen (2) an den Holzbrücken mit Heckpfählen (Wassertiefe 2,5 bis 3 m). Neben einer Tankstelle (3) für Diesel (Stadthafen) sind auch Dusche und WC (4) vor Ort, ebenso Strom- und Wasseranschlüsse an den Stegen. Informationen erhält man direkt vom Hafenmeister Helmut Schäfer (Tel. 0174-5127550).
Im Hafenbereich gibt es verschiedene Gaststätten (5) die zur Einkehr einladen. Wer die Zeit kurzweilig verbringen will, dem bietet sich ein Ausflug ins benachbarte Putbus mit der klassizistischen Stadtanlage und dem Park oder eine Exkursion auf die Insel Vilm, dem einstigen Urlaubsdomizil des DDR-Ministerrates, an. 

Seit 1975 ein Treffpunkt für Liebhaber von Wildgerichten
Putbus. (RO) Warum ist Putbus immer eine Reise wert? Wochenendausflüglern würde die Antwort dazu nicht schwer fallen. Denn der Park ist und bleibt - neben Wanderungen in die Goor - eine absolute Attraktion. Exotische Bäume, historische Bauten und Sichtachsen sind sehenswert. Nicht zu vergessen das etwa 8 ha große Tierfreigehege mit seinem Rot- und Dammwild. Passend dazu wurde 1974 auch die „Jägerhütte“ errichtet. Eine Ausflugsgaststätte, die bereits damals als „apart“ galt. Baustil und waidmännische Ausstattung suchen denn auch bis heute ihresgleichen. Mächtige Geweihe, ausgestopfte Greifvögel und ein mit funkelnden Augen blickender Iltis sind zu entdecken. Dazu die farbigen Fensterscheiben mit Motiven aus Wald und Flur. Nicht zu vergessen der zentrale Kamin. – Ein Blickfang, der zum Grillen einlädt. Heute ist die 1975 eröffnete „Jägerhütte“ nicht mehr aus Putbus wegzudenken. Kein Wunder, denn in der ältesten Wildgaststätte Rügens erhielten unzählige Touristengruppen und Tagesausflügler das Beste, was die Küche hergab. Wild von der Insel steht dabei immer noch ganz oben auf der Speisekarte. Übrigens: Gerade für Gesellschaften und Reisegruppen bietet sich die familiengeführte Gaststätte an. 85 Gäste können in der „Jägerhütte“ Platz nehmen, nochmals 20, wenn zusätzlich eine Bar geöffnet hat und auch ein Biergarten lädt zum Verweilen ein. Der Besuch lohnt!