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Ein Bericht von T. Seegert

Rügen Predators - Sie sind anders...
Bergen. (RO) ...dann muss es um viel gehen. Die „Rügen Predators“ sind das erste Baseball-Team der Insel. Mit Biss und Leidenschaft zeigen sie in der Landesliga der Konkurrenz die Zähne. Doch mit dem  ersten Tabellenplatz geben sie sich derzeit nicht zufrieden. Sie wollen für diesen Sport begeistern...
Als wir das erste Mal auf dem Ballpark am Teltener Weg in Bergen vorbeischauten, trauten wir unseren Augen kaum. Da versuchten Spieler offensiv einen von einer anderen Mannschaft geworfenen Ball zu schlagen und anschließend gegen den Uhrzeigersinn den nächsten sicheren Standpunkt zu erreichen.  Baseball auf Rügen? Mit einem so exotischen Sport hätten wir auf unserer Insel nicht gerechnet. Doch seit dem letzten Jahr wird auf Rügen kräftig trainiert. Jeden Samstag zwischen 13 und 16 Uhr treffen sich die „Rügen Predators“ und üben die etwa 18 Meter weiten Würfe zum Fänger so, dass es dem Gegner nicht gelingt den Ball regelgerecht in das Spielfeld zu schlagen. Würde ihm dies gelingen, könnte er Punkte gegen die „Predators“ machen und das wissen sie ganz bestimmt zu verhindern... Lieber zwingen die Rüganer ihren Gegnern das eigene Spiel auf und machen selbst die Punkte. Bisher mit Erfolg. Denn derzeit belegen die „Rügener Raubtiere“, nichts anderes heißt „Predators“, den ersten Platz in der neuen gegründetn Baseball-Landesliga.
Das Logo der Rügen Predators
Begeistert von den ersten Erfolgen wollen die Spieler des Baseball-Teams nun auch die Rüganer und Ihre Gäste für diesen amerikanischen Sport gewinnen. Eingeladen wird zum wöchentlichen Probetraining am Samstag ebenso wie zu ersten Veranstaltungen. Alles mit dem Ziel die öffentliche Wahrnehmung für den Baseball zu verstärken. Wir durften bereits ein paar Bälle werfen. Haben wir Ihr Interesse am Baseball schon geweckt? Na, wer weiß, vielleicht werden Sie ja auch bald zum Raubtier?
Von der Kälte in die Hitze... (Foto: Jasmund Therme, Neddesitz)
Neddesitz. (RO) Der Winter wird heiß - auch in der Jasmund-Therme vom Steigenberger in Neddesitz. Klirrende Kälte, Temperaturen um den Gefrierpunkt. Vielleicht ist gerade darum der Winter die schönste Jahreszeit für einen Saunabesuch: 8 bis 15 Minuten abschwitzen bei 80 bis 100 Grad Celsius, dann an die frische Luft und einatmen. Eine kalte Dusche und später gut eingemummt im Ruheraum. – Entspannung pur! Man fühlt sich gut, härtet sich ab und regt den Kreislauf an. Die Finnen meinen sogar: „Die Frauen sind am schönsten nach der Sauna.“ Recht haben sie sicher. Aber deutsche Frauen würden schon staunen, wenn man sie, wie in Finnland, mit einem Birkenzweig („Vasta“) „abschlagen“ würde. Natürlich dient alles der Blutzirkulation. Doch würden sie es uns glauben? Die Russinnen schon. Denn auch in ihrer „Banja“ ist dies eine alte Tradition...     
 
Isaberg - ein Winterurlaub in Südschweden (Foto: isaberg.com)
Småland. (RO) Eigentlich könnte man diesen Winter mal wieder in die Berge fahren. Doch warum immer in die Alpen, ins Riesengebirge oder die Kaparten? Südschweden bietet eine dazu eine echte Alternative: Den Isaberg.
Die Abfahrten am Isaberg (Grafik: isaberg.com)
Natürlich erobert man Südschweden am Besten mit einem Entdecker-Ticket: An einem Tag geht es mit Scandlines von Sassnitz nach Trelleborg und wieder zurück. Nur was ist schon ein Tag? Besser plant man gleich mit einer Woche – erst recht wenn es einen ins SmÃ¥land auf den Isaberg zieht. Nur 3 Autostunden von Trelleborg entfernt, ist der Isaberg unter deutschen Urlaubern noch ein echter Geheim-Tipp! Begonnen hat die Entwicklung des Fremdenverkehrs um den Isaberg allerdings relativ früh: 1914 eröffnete bereits ein Pensionat und fünf Jahre später wurde einen Aussichtsturm errichtet, von dem man weit in das Land schauen kann. Dennoch kommen die meisten Besucher heute um die Hänge wieder herunterzufahren. 


Mit dem Snowboard geht ´s abwärts... (Foto: isaberg.com)
 Von Slalom-Pisten bis zu Kinder-Abfahrten ist hier von Mitte Dezember bis Ende März für jedes fahrerische Können eine entsprechende Herausforderung zu finden. Dabei ist es egal, ob man mit dem Abfahrtsski oder dem Snowboard unterwegs ist. Das auch der Anspruch nicht zu kurz kommt beweist die Tatsache, dass hier 2004 sogar die Alpine Schwedische Meisterschaften (!) ausgerichtet wurden. Ständig bemüht um Schneesicherheit scheute sich die „Stiftung Isabergsgipfel“ auch nicht, diese dank vollautomatischer Schneekanonen zu garantieren. Ihr gehört der Isarberg und das gesamte Gelände rund um den Gipfel. Außerdem betreibt sie auch die Skianlagen und ein Hüttendorf, welches sich am Fuße der Erhebung befindet. Die Quartiere sind für bis zu acht Personen geeignet. Zu den Gästen zählen aber neben den Schweden, überwiegend Dänen. 
Rast an einem bewegten Wintertag... (Foto: isaberg.com)
Noch eine Anmerkung...
Für die deutschen Besucher ist vor allem die familienfreundliche Ausrichtung ein Grund für den Besuch. Neben einem fantastischen Winter-Spielplatz, gibt es richtig schöne Rodelberge und eine Fläche zum Schlittschuhlaufen. Und wer mit seinen Kindern schon immer mal Eisangeln wollte, der kann hier Aborre und Jädda fangen. Übrigens, auch Langlauf-Freunde kommen auf ihre Kosten: Etwa 20 km lang ziehen sich gespurte Loipen durch die smaländische Waldlandschaft.
Und auch dieser Besuch lohnt sich: Wer am Isaberg ein typisch schwedisches Gasthaus besuchen will, dem empfiehlt sich „Hestravikens Wärdshus“. Seit 1900 ist das Hotel eine beliebte Adresse. Liebevoll eingerichtet, kann man sich hier mit einem Blick auf den Algustorpsee von einer exelente und regionalen Küche verwöhnen lassen. Sie gilt als eine der besten in Schweden. Dabei lässt sich das durch die Familie Hellström geführte Haus regelmäßig etwas Besonderes einfallen: So gab es im vergangenen Herbst das Gänseessen und im Dezember gibt es wieder das Traditionelle „Julbord“ (Weihnachtsessen). Das lockt sogar die Stockholmer zu Wochenendausflügen an. Aber vielleicht ist es ja auch der gute Weinkeller? 

Mehr Infos: www.hestraviken.se