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Fischkutter „Line-Charlotte“ auf den Haken genommen (Foto: DGzRS)
Sassnitz. (RO) Dänische Fischer setzten heute gegen 13.00 Uhr über den UKW-Sprechfunk-Kanal 16 einen Notruf ab. Sie trieben 9 Seemeilen nördlich vor Kap Arkona manövrierunfähig bei Südwestwind, denn ihr Netz hatte sich im Propeller ihres 15 Meter langen Stahlkutters, der "Line-Charlotte" verfangen. Hilfe kam für die Crew mit Heimathafen in Klintholm auf der Insel Møn vom Seenotretter "Harro Koebke". Das Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) stellte bei etwa 3 Meter hohem Seegang eine Leinenverbindung her und brachte die Besatzung sicher nach Sassnitz.

Zirkow. (RO) Wenn es um den Radsport auf der Insel geht, dann kommt man an ihm nicht vorbei: Dem Radsportverein Tour d´ Allée Rügen e.V. Schwerpunkt seiner Vereinsarbeit ist natürlich die gleichnamige Radsportveranstaltung, die auch weit über die Insel hinaus Popularität genießt. Aber zur ehrenamtlichen Arbeit des Vereins gehört wesentlich mehr. Grund genug einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2016 zu halten.
"Radsport verbindet!" (Foto: TdAR)
Bereits im Februar bewiesen die "Pedalritter" von der Küste ihre Spontanität. Denn: Wie sonst sollte man es nennen, wenn sich die Sportler zum 85. Geburtstag der Radsportlegende Täve Schur kurzerhand nach Klein Mühlingen aufmachten?

Und auch der 2. Höhepunkt des Vereinslebens 2016 war sicher spektakulär: Mit den Freikarten von Cheftrainer Christian Brandt schafften es die Mannen um den Vereinsvorsitzenden Herbert Trilk sogar auf den heiligen Rasen des Ostseestadions! So "geweiht" ließ sich hier für Hansa sogar ein Sieg gegen Erfurt erzielen - Hansa Rostock erzielte  sogar damit den Klassenerhalt. Alles in allem also eine folgenschwere Begegnung zwischen den Männern des Radsports und des runden Leders.
Auf dem heiligen Rasen des Ostseestadions in Rostock (Foto: TdAR)
Bereits im Mai konnte der Verein dann auch 20 Radsportler von der dänischen Insel Bornholm begrüßen. Angesagt war dabei eine schöne Ausfahrt über die Straßen des Südostens der Insel. Möglich machte dies aber, so Vereinsvorsitzender Herbert Trilk, auch die Unterstützung durch das Innenministerium des Landes M-V.

Bereits im August konnten die Radsportler dann ihren Gegenbesuch auf Bornholm durchführen. Anlaß war die Teilnahme an einer der schönsten Radsportveranstaltungen im Ostseeraum: Die "Bornholm-Rundt" 2016. Sie gipfelte in einer Freundschaftsvereinbarung, die die Bande für die Zukunft enger knüpfen soll.
Gute (Radsport-) Freunde! (Foto: TdAR)
Und überhaupt! Dass die Radsportler sich im Norden zu Hause fühlen, dafür gibt es in diesem Jahr wieder zahlreiche Belege, wie der erneuete Start einiger Vereinsmitglieder bei der "Vättern Rundt". Aber auch die Heimat kam keineswegs zu kurz, denn bereits im September traf man sich 2. Fahrradaktionstag, der in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsverein Binz durchgeführt wurde und dabei auf die fehlenden Radwege im Bereich Binz-Karow-Zirkow aufmerksam machte.

Bereits im nächsten Monat zogen dann aber Regenfronten an der Ostseeküste herauf. Die Sturmwarnungen ließen ebenfalls nicht auf sich warten. Doch allen Befürchtungen zum Trotz machten sich wieder viele Radsportfreunde auf, um "out door" den eigentlichen Höhepunkt des Jahres - die "Tour d´ Allée" - gemeinsam zu erleben.
Radsport - auf den Allee der Insel zu Hause! (Foto: TdAR)
Doch wie in den vergangenen Jahren ging es auch 2016 nicht nur um den Radsport, das Befahren der Alléen mit Muskelkraft! Nein, es ging genauso um den Erhalt der schönen "Deutschen Alleestraße". Alleine 2016 konnte der Verein beispielsweise 10 Bäume finanzieren und pflanzen. In den letzten beiden Jahren konnten die Radsportler damit bereits einen Beitrag von 28 Bäumen für das kulturelle Erbe der Insel in den Ortsbereichen Putbus und Nadelitz leisten.  Dabei darf man allerdings nicht die große Unterstützung vergessen, die seitens der Baumspender erfolgte.

Nun, in der kalten und bewegungsärmeren Jahreszeit, beginnen bereits die Pläne für 2017 zu reifen. Wir werden sicher schon bald erfahren, was die Radsportfreunde  des Radsportvereins Tour d´ Allée Rügen e.V. sich dafür an Zielen gesetzt haben. Wer solange nicht mehr warten kann, schaut vielleicht schon im Vorfeld des neuen Jahres auf die Internetseite des Vereins. Mehr Informationen für Unterstützer und zukünftige Mitglieder finden sich unter zum Glück unter: http://www.tda-ruegen.de

Erfolgreicher Einsatz von Barbara Meier (Foto: © Thomas Macholz / WWF)
Sassnitz (RO). Da staunten die Sassnitzer nicht schlecht: Nun erhält der WWF Unterstützung von Model und Schauspielerin Barbara Meier. Als Botschafterin des World Wide Fun For Nature (WWF) verbindet sie mit ihrem Einsatz vor Rügen ein klares Ziel: Meere sind viel mehr als Erholungsorte oder traumhafte Kulisse, wir müssen unsere Meere besser schützen und die Vermüllung des Ozeans mit Plastik stoppen." Dafür ging die junge Frau nicht nur über Bord, sondern auch unter Wasser, denn 10 Prozent des Kunststoffmülls in den Weltmeeren bestehen aus verlorengegangenem Fischereigerät, sogenannten Geisternetzen. Allein 10.000 jährlich von ihnen gehen in der Ostsee verloren.
Das Vorgehen bei der Bergung folgt dabei eingeübten Abläufen: Erst die Position der Netze mit Bojen markieren, dann diese mit einer Hakenkonstruktion vom Fischkutter aus ansteuern und schließlich die Netze an Bord hieven. Und wie sieht Barbara Meier den Einsatz? Es ist aufwändig die Geisternetze aufzuspüren und sie vom Meeresboden hochzuziehen, aber es ist ein gutes Gefühl, dass wir die Ostsee heute ein bisschen sauberer gemacht haben." Das sie sich weiter für eine saubere Natur einsetzt steht dabei außer Frage, denn: "...Plastikabfall in jeder Form schadet der Unterwasserwelt".
 
...auch unter Wasser! (Foto: © Uwe Lippek / WWF)