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Bei Prora entstehen Feuchtgebiete
Prora. (RO) Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist Eigentümer von 70 Flächen mit einem Umfang von 69.000 ha in Deutschland. Die am 18. Juli 1990 gegründete Stiftung der Bundesrepublik Deutschland, die ihren Hauptsitz in Osnabrück hat, ist auch auf Rügen aktiv. Hier betreibt sie bereits das Naturerbe-Zentrum Rügen. Das am 15. Juni 2013 eröffnete Naturerlebniszentrum bietet Ausstellungen, einen Baumwipfelpfad sowie Führungen und Informationen zu umliegenden Ökosystemen.
 
In den kommenden Wochen sollen auch Teile der 1.500 ha großen Fläche des ehemaligen Truppenübungsplatzes renaturiert werden. DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann betonte dazu: "Um großflächig und langfristig wiederzuvernässen, werden Entwässerungsgräben geschlossen und das Wasser angestaut." Ziel sei es mit der Neuanlage von Kleingewässern und dem Vertiefen bereits vorhandener Senken die biologische Vielfalt zu fördern - durch feuchtigkeitsliebende Pflanzen- und Tierarten. Die Hälfte des bei Prora befindlichen Waldes soll bis April 2019 einer natürlichen Entwicklung überlassen werden.


Unser Foto zeigt eine Szene aus dem Film
Binz. (RO) Am Dienstag, den 14. Februar 2017 - wird um 19.00 Uhr die neue Filmreihe "Rügen - wie es war" des Rügener Filmarchives fortgesetzt. Seit Januar werden einmal monatlich Zeitreisen in die 50er, 60er und 80er Jahre im Besucherzentrum im Kleinbahnhof durchgeführt.
Nach den vier Jahreszeiten in einem Dorf am Bodden, die im Januar zur Aufführung kamen, steht mit dem Filmstreifen "Wellen, Wind und weiße Segel" vor allem der Segelsport im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Ostsee-Zeitung bemerkte vor 73 Jahren zum Film: "...Der Streifen bringt in Farbe die Schönheiten des Segelsports, zeigt aber auch zugleich, wie sich die Segler exakt vorbereiten müssen, um das Boot wieder sicher in den Hafen bringen zu können. So wird die Erinnerung der Segeltechnik im Ausbildungslehrgang des letzten Winters zu sehen sein wie das Seglertreffen in Lauterbach, das Wasserskitraining und die Schönheit dieses Sports, die sie bei kräftiger Brise auf dem Boot im Film miterleben können."  
Am 20. Januar 1964 erlebte der Film "Wellen, Wind und weiße Segel" seine Uraufführung. Das er nun seine Wiederaufführung ausgerechnet am 14. Februar 2017 erlebt, hat am Valentinstag aber weniger mit der "Liebe zum Segelsport" zu tun. Stattdessen geht es darum, sich wieder der Erinnerungskultur und dem damit verbundenen Erbe - auch im Outdoor-Sport - bewusst zu werden. Dafür leistet der Film in seiner Rückschau einen Beitrag, zeigt er doch "Rügen-wie es war".

Großsteingrab, dass sofort an die Bildern Caspar David Friedrichs erinnert
Lancken Granitz. (RO) Nur unweit des alten Weilers von Lancken-Granitz befinden sich diese Großsteingräber. Da sie erst im letzten Jahrhundert freigelegt wurden, waren sie - selbst wenn Caspar David Friedrich oder Carl Gustav Carus diese Gegend der Insel durchstreift hätten - unter einem Erdhügel verborgen.

Bedingt durch die späte Freilegung noch in einem guten Zustand
Allerdings ist deren späte Entdeckung heute auch von Vorteil, dadurch bedingt sind sie noch in einem sehr guten Zustand und eignen sich als lohnendes Wanderziel. Unsere Fotos entstanden zudem am 8. Februar 2017 bei Temperaturen unter Null. Deshalb sind die Oberflächen der Großsteingräber auch noch von einem Gemisch aus Schnee und Graupelschauern belegt. 

Zweifellos eines der schönsten Großsteingräber 
Eine erste Beschreibung der Lagen erfolgte durch Friedrich von Hagenow, zu einer exakten Dokumentation kam es jedoch erst im Jahre 1931. Nun sollte es allerdings noch bis zum Jahre 1969 dauern, bevor es zur Ausgrabung unter Leitung von Ewald Schuldt kam. Heute erinnert noch eine alte verwitterte Tafel an diese Zeit. 
 
Romantische Stimmung bei Temperaturen unter Null
Ewald Schuldt zählt heute zu den bekanntesten und auch erfolgreichsten Archäologen. Sein Interesse lag vor allem auf dem gebiet der Ur- und Frühgeschichte. Diese Großsteingräber offenbaren durch die hier erfolgten Funde eine regelmäßige Nutzung über einen längeren Zeitraum. Grabbeigaben wurden u.a. der Trinkbecherkultur (3.500-2.800 v. Chr.) und Bronzezeit (1.800-1.100 v. Chr.) zugerechnet.
Großsteingräber als Zeugen aus einer fernen Zeit